DIE aktuelle VORLESEGESCHICHTE


Hier findet ihr immer wieder wechselnde Geschichten von Frau UseBuse.
Geschichten aus einem der Bücher und auch neue Geschichten.
Ich erneuere die Geschichten in unregelmäßigen Abständen. Immer mal wieder reinschauen!


Frau UseBuse und die Gesichtsmaske


Aus dem Buch: "Coronavirus? Frau UseBuse weiß, was zu tun ist!"

 

Frau UseBuse träumt, sie käme von einer Weltreise zurück. Von einer weiten Weltreise. Ihren Koffer stellt sie ins Schlafzimmer. Den großen, schweren Koffer. Dann ist der Traum zu Ende. Frau UseBuse wacht auf. In ihrem Bett. Zu Hause. Aber in ihrem Bett bleibt sie nicht lange. Nein, Frau UseBuse steht auf. Und geht ins Badezimmer.

 

Zuerst geht Frau UseBuse aufs Klo. Dann wäscht sie ihre Hände. Lange. Und gründlich. Mit viel Seife. Am Schluss spült sie die Hände mit klarem Wasser ab. Mit viel klarem Wasser. Und trocknet sie ab. Gründlich. Dann putzt Frau UseBuse ihre Zähne. Und danach zieht sie sich an.

 

„Ich habe Hunger“, denkt Frau UseBuse. Sie geht in die Küche. Sie öffnet den Brotkorb. Der Brotkorb ist leer. Ganz leer! Auch in der Speisekammer ist kein Brot mehr.

 

„Ich würde so gerne Brot zum Frühstück essen“, denkt Frau UseBuse, „oder Brötchen.“ Oh ja, Brötchen! Frau UseBuse läuft das Wasser im Mund zusammen. „Am besten gehe ich sofort einkaufen“, denkt Frau UseBuse, „Brötchen einkaufen!“ Und Brot. Und frisches Obst und Gemüse. Und alles andere, was Frau UseBuse noch braucht. Sie schreibt alles auf eine Liste. Die Einkaufsliste.

 

Frau UseBuse geht in den Flur. Sie will ihren Mantel anziehen. Da fällt ihr etwas ein. Was sie im Radio gehört hat. Dass manche Leute Masken aufsetzen, wenn sie einkaufen gehen. Damit sie sich nicht mit dem Virus anstecken. Mit dem Coronavirus. Und auch, damit sie niemand anderen anstecken können. Falls sie selber krank sind.

 

„Ob ich das auch tun soll?“, fragt sich Frau UseBuse, „eine Maske aufsetzen?“ Aber Frau UseBuse hält ja Abstand zu anderen Menschen. Da fühlt sie sich sicher.

 

Frau UseBuse fällt ein, dass sie ja eine Maske hat. Na klar! Sie hat sogar viele Masken. Die hat sie auf ihrer letzten Weltreise gekauft. Auf dem Rückweg. Aber Frau UseBuse will keine Maske aufsetzen. Oder doch? Frau UseBuse denkt nach. Sie denkt lange nach. Dann hat Frau UseBuse eine Idee. Eine gute Idee!

 

„Bestimmt sieht das lustig aus“, denkt Frau UseBuse, „eine Maske auf der Nase und dem Mund zu haben!“ Und sie schaut sich ihre Masken an. Die sehen alle gleich aus. Weiß. Das findet Frau UseBuse langweilig. Sehr langweilig! Einfach nur weiß! Die Masken will Frau UseBuse nicht umbinden. Auf gar keinen Fall! Die sehen ja gar nicht lustig aus.

 

Frau UseBuse schaut die Masken an. Die weißen, langweiligen Masken. „Was mache ich nur?“, denkt Frau UseBuse. Sie will gerade nachdenken, da hat sie eine Idee. Eine gute Idee! „Ich male die Masken einfach an“, denkt Frau UseBuse, „ganz bunt! Dann sind sie schön!“ Und das tut sie auch.

 

Frau UseBuse holt ihre Malstifte aus der Schublade. Aus der Bastelschublade in der Küche. In der Schublade ist auch die Schere, die kleine Bastelschere. Und alle anderen Bastelsachen.

 

Frau UseBuse setzt sich auf die Küchenbank. Sie legt eine Maske auf den Tisch. Und malt sie an. Bunt. Mit rot und grün und gelb und blau. Das sieht schön aus. Schön bunt! Dann nimmt sie die nächste Maske. Auf die Maske malt Frau UseBuse ein Gesicht. „Das sieht aus, wie ein Katzengesicht“, denkt sie, „wie ein grinsendes Katzengesicht.“ Frau UseBuse lacht.

 

Es fehlen nur noch die Schnurrhaare. Frau UseBuse holt Wollfäden aus der Bastelschublade. Dunkelgraue Wollfäden. Die sehen aus, wie Schnurrhaare. Und sie holt Klebe. Frau UseBuse klebt die dunkelgrauen Wollfäden auf die Katzennase. Auf der Maske. „Wie schön“, denkt Frau UseBuse, „und wie lustig!“ Die Maske bindet sie sich sofort um. Sie geht in den Flur und schaut in den Spiegel. Ja, das ist schön. Und witzig!

 

Frau UseBuse zieht ihre Stiefel an. Und ihren Mantel. Ihren Reisehut setzt sie sich auf den Kopf. Den blauen Reisehut mit oranger Schleife. Und die Maske? Die Maske mit grinsendem Katzengesicht? Die behält Frau UseBuse auf der Nase und dem Mund. Es ist komisch, durch die Maske zu atmen. Aber das stört Frau UseBuse nicht. Sie geht los zum Einkaufen.

 

Zuerst geht Frau UseBuse zum Bäcker. Die Bäckereiverkäuferin lacht Frau UseBuse an. „Woher habe Sie die grinsende Katzenmaske?“, fragt die Bäckereiverkäuferin. „Die habe ich selbst gebastelt“, antwortet Frau UseBuse, „die grinsende Katze schützt mich.“ „Das ist gut“, lacht die Bäckereiverkäuferin. Dann kauft Frau UseBuse zwei Brötchen und ein Brot. Ein Vollkornbrot. Das ist gesund und lecker.

 

Als nächstes geht Frau UseBuse in ein anderes Geschäft. Dort kauf sie frisches Obst und Gemüse. Und andere Dinge. Viele andere Dinge. Alles, was auf ihrer Einkaufsliste steht. Dann geht sie wieder nach Hause. Ihr Nachbar, der dicke Nachbar steht gerade vor seiner Tür. Mehrere Meter von Frau UseBuse entfernt. Er schaut Frau UseBuse an. Und lacht. Und lacht und lacht!

 

„Warum lachen Sie?“, fragt Frau UseBuse. „Wegen der lustigen Maske“, antwortet der dicke Nachbar lachend. „Ach ja“, denkt Frau UseBuse, „ich habe ja eine Maske umgebunden. Die grinsende Katzenmaske.“ Das hatte sie ganz vergessen. Nun lacht Frau UseBuse auch. Sie freut sich, dass sie so eine witzige Katzenmaske umgebunden hat.

 

Dann öffnet Frau UseBuse ihre Haustür. Sie sagt „tschüß“ zum dicken Nachbarn. Und geht in ihre Wohnung. Frau UseBuse zieht ihren Mantel aus und die Schuhe. Ihren Reisehut legt sie auf die Garderobe, den blauen Reisehut mit oranger Schleife.

 

Und die Maske? Die grinsende Katzenmaske? Die wirft Frau UseBuse in den Müll. Ja, das tut sie. Denn wenn ihr draußen Coronaviren begegnet sind, dann sind die jetzt vielleicht auf der Maske. Und die Maske von Frau UseBuse ist eine Einmalmaske. Die lässt sich nur einmal verwenden. Die würde beim Waschen kaputt gehen.

 

Deshalb wirft Frau UseBuse die witzige Katzenmaske weg. Sie kann sich ja eine neue malen und basteln. Ja, das kann Frau UseBuse. Ganz sicher! Sie hat ja noch viele weiße Masken. Und eine Bunte. Oder sie näht sich eine neue Maske. Aus Stoff. Die kann sie dann waschen.

 

Dann geht Frau UseBuse ins Badezimmer. Sie wäscht ihre Hände. Lange. Und gründlich. Mit viel Seife. Am Schluss spült sie die Hände mit klarem Wasser ab. Mit viel klarem Wasser. Und trocknet sie ab. Gründlich.

 

Dann geht sie in die Küche. Auf dem Küchentisch stehen noch die Bastelsachen. Frau UseBuse räumt alles weg. In die Bastelschublade. Sie deckt den Tisch. Und isst ihre Brötchen. Mit Honig und Käse und Kräuterquark. Das ist lecker. Sehr lecker! Und gesund.

 

Frau UseBuse hat fertig gegessen. Sie ist satt. Sie steht auf und räumt den Tisch ab. Und dann stellt sie alles weg, was sie eingekauft hat. Das Brot kommt in den Brotkorb. Das Obst kommt in die Obstschale. Einige Sachen legt Frau UseBuse in den Kühlschrank und der Rest kommt in die Speisekammer. Fertig!

 

Und nun ist Frau UseBuse müde. Sehr müde! Sie geht ins Badezimmer und wäscht ihre Hände. Gründlich. Und lange. Mit viel Seife. Am Schluss spült sie die Hände mit klarem Wasser ab. Mit viel klarem Wasser. Und trocknet sie ab. Gründlich. Und putzt ihre Zähne.

 

Dann geht Frau UseBuse ins Schlafzimmer. Sie zieht sich ihr Nachthemd an. Ihr langes Nachthemd. Frau UseBuse legt sich in ihr Bett. Und deckt sich zu. „Das war lustig“, lächelt Frau UseBuse in sich hinein, „mit einer grinsenden Katzenmaske einkaufen zu gehen.“ Ihre Augen sind schon geschlossen. Und sie schläft sofort ein.