DIE aktuelle Gute-Nacht-GESCHICHTE


Hier findet ihr wechselnde Geschichten von Frau UseBuse zum Schlafen gehen.  Immer mal wieder reinschauen!


Frau UseBuse ist alles zu viel. Viel zu viel!


aus der Podcastfolge Nr.  129


Frau UseBuse kommt von einer Weltreise zurück. Von einer weiten Weltreise. Sie stellt ihren Koffer in den Flur. Den großen, schweren Koffer. „Puh, ist der Koffer schwer“, denkt Frau UseBuse, „und den musste ich so weit schleppen.“ Auf ihrer Weltreise. Der weiten Weltreise.

 

Dann zieht sie ihren Reisemantel aus. Den grünen Reisemantel mir bunten Blumen. „Puh, ist das anstrengend“, denkt Frau UseBuse. Sie will den grünen Reisemantel mit bunten Blumen nicht ausziehen. Nein! Weil es so anstrengend ist. Aber dann macht sie es trotzdem. Und hängt ihn an die Garderobe.

 

Als nächstes zieht Frau UseBuse ihre Stiefel aus. Die blauen Reisestiefel. „Puh, ist das anstrengend“, denkt Frau UseBuse, „da muss ich mich ja bücken.“ Sie will die blauen Reisestiefel nicht ausziehen. Nein! Weil es so anstrengend ist. Aber dann macht sie es trotzdem. Und stellt sie in den Schuhschrank.

 

Ihren Reisehut legt Frau UseBuse auf die Garderobe. Den blauen Reisehut mit oranger Schleife. Auch das ist ihr zu anstrengend. Aber sich macht es trotzdem. „Jetzt möchte ich mich erst einmal hinsetzen“, denkt Frau UseBuse. Aber im Flur ist kein Stuhl. „In der Küche ist die Küchenbank“, denkt Frau UseBuse, „aber da müsste ich erst hingehen.“ Das ist Frau UseBuse zu anstrengend. Viel zu anstrengend. Aber sie tut es trotzdem.

 

Frau UseBuse geht in die Küche. Sie setzt sich auf die Küchenbank. „Endlich sitzen“, denkt Frau UseBuse, „nun muss ich nichts mehr machen.“ Denn Frau UseBuse hat heute schon so viel gemacht. So viele anstrengende Sachen.

 

Frau UseBuse ist von der Weltreise zurückgekommen. Sie hat ihren großen, schweren Koffer getragen. Sie hat ihren Reisemantel ausgezogen und aufgehängt. Sie hat ihre Reisestiefel ausgezogen und weggestellt. Sie hat ihren Reisehut auf die Garderobe gelegt. Und sie ist in die Küche gegangen. Und sie hat sich hingesetzt. Das war viel. Viel zu viel!

 

Nun will Frau UseBuse nichts mehr machen. Gar nicht!

 

„Ding-dong, ding-dong, ding-dong“, es klingelt an der Tür. „Oh nein“, denkt Frau UseBuse, „ich will nicht aufstehen!“ Nein, das will sie nicht. Sie will auch nicht zur Tür gehen. Und die Tür öffnen. Das will sie alles nicht! Das ist ihr zu viel. Viel zu viel!

 

Aber Frau UseBuse steht trotzdem auf. Sie geht zur Tür. Sie öffnet die Tür. Vor der Tür steht ihr Nachbar. Der dicke Nachbar. „Guten Tag“, sagen beide gleichzeitig. „Können Sie mir helfen“, fragt der dicke Nachbar, „beim Garderobe von der Wand abrücken?“ Der dicke Nachbar möchte die Wand im Flur streichen. Dafür möchte er die Garderobe von der Wand abrücken. Damit er auch hinter der Garderobe streichen kann.

 

Das versteht Frau UseBuse. Aber das ist ihr zu viel. Viel zu viel! Frau UseBuse sagt trotzdem „ja“. Sie möchte dem dicken Nachbarn ja helfen. Also zieht sie ihre Schuhe an und geht nach nebenan. In die Nachbarwohnung. Sie hilft dem dicken Nachbarn, die Garderobe vorzurücken. Nun hat er Platz, die Wand zu streichen.

 

„Danke“, sagt der dicke Nachbar. Und beide sagen „Tschüß“. Dann geht Frau UseBuse wieder nach Hause. In ihre Wohnung. Sie geht in die Küche. Und setzt sich auf die Küchenbank. Die Schuhe hat sie noch an. Denn es ist ihr zu anstrengend, die auszuziehen. Und zu viel. Viel zu viel!

 

„Nun mache ich nichts mehr“, denkt Frau UseBuse.

 

„Düdelüt-dütdüt, düdelüt-dütdüt“, da klingelt Frau UseBuses Telefon. „Oh nein“, denkt Frau UseBuse, „ich will nicht ans Telefon gehen!“ Nein, das will sie nicht. Auf keinen Fall! Das ist ihr zu viel. Viel zu viel!

 

Aber Frau UseBuse geht trotzdem ans Telefon. Es ist ihre Freundin. Die beste Freundin. „Kannst du gleich zu mich kommen“, fragt die beste Freundin, „ich brauche Hilfe.“ Die beste Freundin braucht Hilfe. Beim Bild aufhängen. Das versteht Frau UseBuse. Aber das ist ihr zu viel. Viel zu viel! Frau UseBuse sagt trotzdem „ja“. Sie möchte ihrer Freundin ja helfen. Also will sie aufstehen. Und zu ihrer besten Freundin gehen. Und ihr helfen. Aber das ist ihr zu viel. Viel zu viel!

 

„Was kann ich nur machen?“, denkt Frau UseBuse. „Das ist mir doch viel zu viel!“ Und sie will nachdenken. Lange nachdenken. Aber auch das ist ihr zu viel. Viel zu viel! Also bleibt Frau UseBuse sitzen. Auf der Küchenbank. Und dann hat sie eine Idee. Eine gute Idee! „Ich sage meiner besten Freundin, dass ich heute nicht komme“, denkt Frau UseBuse, „dass mir heute alles zu viel ist.“

 

Und das tut Frau UseBuse auch. Sie ruft ihre beste Freundin an. Sie sagt ihr, dass sie heute nicht kommt. Dass es ihr zu viel ist. Viel zu viel! Und dann macht Frau UseBuse nichts mehr. Sie bleibt nur auf der Küchenbank sitzen. Lange. Ganz lange! Das tut gut. Sehr gut! Frau UseBuse hat jetzt Zeit für sich. Viel Zeit für sich. Die braucht sie auch!

 

Und dann ist Frau UseBuse müde. Sehr müde. Sie gähnt. „Ob ich jetzt aufstehe?“ fragt sich Frau UseBuse. Nein, das will sie nicht. Das ist Frau UseBuse zu anstrengend. Und zu viel. Viel zu viel! „Ob ich noch die Schuhe ausziehe?“, fragt sich Frau UseBuse. Nein, das will sie nicht. Das ist Frau UseBuse auch zu anstrengend. Und zu viel. Viel zu viel!

 

 

Also legt sie sich auf die Küchenbank. Sie deckt sich zu. Mit der Decke, die immer auf der Küchenbank liegt. Und sie legt sich ein Kissen unter den Kopf. Das Kissen, das immer auf der Küchenbank liegt. Frau UseBuse macht es sich gemütlich. Und dann ist sie auch schon eingeschlafen. Sofort.