DIE aktuelle Gute-Nacht-GESCHICHTE


Hier findet ihr wechselnde Geschichten von Frau UseBuse zum Schlafen gehen.  Immer mal wieder reinschauen!


Frau UseBuse pustet Ostereier aus


Aus dem Buch: Mit Frau UseBuse durch das Jahr - mit leuchtenden Augen :)



Frau UseBuse kommt von einer Weltreise zurück. Von einer weiten Weltreise. Sie stellt ihren Koffer in den Flur. Den großen, schweren Koffer. Als Nächstes bringt sie ihre Einkaufstasche in die Küche. Die große Einkaufstasche. Die stellt sie auf die Küchenbank. Dann geht Frau UseBuse wieder in den Flur. Sie zieht sich ihre Stiefel aus. Die blauen Reisestiefel. Ihren Reisemantel zieht sie auch aus. Den grünen Reisemantel mit großen bunten Blumen. Und ihren Reisehut legt sie auf die Garderobe. Den blauen Reisehut mit oranger Schleife.

„Nun will ich die Einkaufstasche auspacken“, denkt Frau UseBuse und geht in die Küche. Denn Frau UseBuse hat eingekauft. Verschiedene Dinge. Obendrauf liegt eine Schachtel. Eine grüne Schachtel aus Pappe. Die legt Frau UseBuse auf den Tisch. Die braucht sie nachher noch. Alle anderen Sachen räumt Frau UseBuse weg. Die Milch und den Jogurt stellt sie in den Kühlschrank. Die Äpfel legt sie in den Obstkorb. Die Nudeln und der Reis kommen in die Speisekammer. Und das Klopapier legt sie ins Badezimmer.

Nun hat Frau UseBuse alles fertig ausgepackt. Sie legt die Einkaufstasche an ihren Platz. Die große Einkaufstasche. Dann setzt sie sich auf die Küchenbank. Auf dem Tisch steht die Schachtel. Die grüne Schachtel aus Pappe. Frau UseBuse öffnet die Schachtel. Sie schaut, ob alles heil geblieben ist. Ist es. Zum Glück. Alle Eier in der Schachtel sind heil. Alle 6 Eier.

Das ist gut. Denn Frau UseBuse braucht die Eier. Für Ostern. Frau UseBuse will die Eier anmalen und aufhängen. In ihrer Wohnung. Als Ostereier. Und dazu braucht sie natürlich Eier. Alle 6 Eier! Aber Frau UseBuse will die Eier nicht sofort anmalen. Nein. Sie will vorher etwas anderes tun.

Frau UseBuse steht auf. Sie holt eine Schüssel und einen Teller aus dem Schrank. Beides stellt sie auf den Tisch. Dann holt sie einen Pikser aus der Schublade. Den legt sie auch auf den Tisch. Frau UseBuse setzt sich wieder auf die Küchenbank. Sie nimmt ein Ei in ihre Hand. Sie pikst an einem Ende ein Loch in das Ei. „Krick“ macht es. Und am anderen Ende pikst sie auch ein Loch hinein. „Krick“ macht es wieder. Frau UseBuse schaut die Löcher an. Sind die Löcher groß genug?

„Am besten probiere ich das gleich aus“, denkt Frau UseBuse. Und das tut sie auch. Sie hält das eine Loch im Ei über die Schüssel. Und in das andere Loch pustet sie hinein. Kräftig, mit dicken Backen. „Blrrrbupp“ macht es. Und das Innere vom Ei flutscht in die Schüssel. „Platsch“ macht das. In der Schüssel liegt etwas weißlich-gelbes. Es ist glibberig. Frau UseBuse grinst. „Aus dem Glibberigen zaubere ich morgen Rührei“, denkt sie.

Zum Glück war das Loch groß genug. Frau UseBuse hat das Ei ausgepustet. Das ausgepustete Ei legt sie auf den Teller. „Von dem Ei ist ja nur noch die Schale über“, lacht Frau UseBuse, „die Eierschale.“ Und es sieht immer noch aus, wie ein Ei. Das ist gut so. Denn Frau UseBuse will das Ei anmalen. Und in ihrer Wohnung aufhängen. Für Ostern. Die anderen Eier will sie auch aufhängen. Alle anderen Eier.

Deshalb nimmt Frau UseBuse das zweite Ei in die Hand. Sie pikst zwei Löcher hinein. Mit dem Pikser. In jedes Ende ein Loch. „Krick“ macht es und noch einmal „Krick“. Und wieder pustet Frau UseBuse in das eine Loch. Kräftig, mit dicken Backen. „Blrrrbupp“ macht es. Und wieder flutscht das Innere vom Ei in die Schüssel. „Platsch“ macht das wieder. Das zweite Ei ist ausgepustet. Frau UseBuse legt es auf den Teller.

Als Nächstes pustet Frau UseBuse das dritte Ei aus. Dann das vierte und das fünfte Ei. Als letzte nimmt Frau UseBuse das sechste Ei in die Hand. Sie pikst an einem Ende ein Loch hinein. Mit dem Pikser. „Krick“ macht es. Am anderen Ende pikst sie auch ein Loch hinein. „Krick“ macht es. Und dann „Krack“. „Oh“, ruft Frau UseBuse, „das Ei ist kaputt.“ Schnell hält sie es über die Schüssel. Gerade noch schnell genug. Das Innere vom Ei läuft herunter. In die Schüssel. Die Eierschale ist in zwei Teile gespalten. Frau UseBuse legt erst die eine Hälfte in die Schale. Und dann die andere.

„Was mache ich mit dem kaputten Ei?“, fragt sich Frau UseBuse. Und sie denkt nach. Sie denkt lange nach. Dann hat sie eine Idee. Eine gute Idee! „Ich male die Hälften auch an“, denkt Frau UseBuse, „und lege sie in ein Osternest.“ Das sieht bestimmt schön aus. Als ob ein Küken aus dem Ei geschlüpft ist.

Nun ist Frau UseBuse fertig. Alle Eier sind ausgepustet. Alle 5 Eier. Sie liegen auf dem Teller. Und das kaputte Ei auch. Frau UseBuse nimmt den Teller. Sie geht damit zur Spüle. Und lässt Wasser in die Spüle laufen. Warmes Wasser mit ein wenig Spüli. Denn sie will die Eier waschen. Die ausgepusteten Eier. Und das kaputte Ei. Von außen und von innen.

Frau UseBuse legt die ausgepusteten Eier in das Wasser. Und das kaputte Ei. Die Eier schwimmen auf dem Wasser. Alle. Frau UseBuse versucht die Eier unter Wasser zu drücken. Damit Wasser in die Eier reinläuft. Aber das geht nicht. Die Eier flutschen wieder hoch. „Na so was“, denkt Frau UseBuse, „wie bekomme ich die Eier unter Wasser?“ Und sie denkt nach. Sie denkt lange nach. Dann hat sie eine Idee. Eine gute Idee!

„Ich nehme jedes Ei einzeln“, denkt Frau UseBuse, „und halte es unter Wasser. So, dass Wasser in die Löcher laufen kann.“ Das tut Frau UseBuse auch. Sie nimmt das erste Ei. Sie hält es ein wenig schräg. Dann taucht sie es ins Wasser. Das Ei läuft voll mit Wasser. Und bleibt unten. Frau UseBuse nimmt das zweite Ei. Sie hält das zweite Ei ein wenig schräg. Dann taucht sie das zweite Ei ins Wasser. Das zweite Ei läuft voll mit Wasser. Und bleibt unten.

Mit dem dritten Ei macht Frau UseBuse es genauso. Und mit dem vierten und fünften Ei auch. Und das kaputte Ei taucht sie auch unter. Erst die eine Hälfte. Und dann die andere. Fertig! Alle Eier sind unter Wasser. Sie lässt die Eier ein wenig einweichen. Als Nächstes bewegt sie die Eier vorsichtig im Wasser. Und dann spült sie die Eier aus. Mit klarem Wasser. Sie hält das obere Loch vom ersten Ei unter den Wasserhahn. Ein Teil vom Wasser läuft in das Ei und unten wieder heraus. Der Rest vom Wasser läuft außen über das Ei. Nun ist das Ei sauber.

Frau UseBuse hält das zweite Ei unter den Wasserhahn. Ein Teil vom Wasser läuft in das zweite Ei und unten wieder heraus. Der Rest vom Wasser läuft außen über das zweite Ei. Nun ist das zweite Ei sauber. Mit dem dritten Ei macht Frau UseBuse es genauso. Und mit dem vierten und fünften Ei auch. Das sechste Ei hält sie auch unter den Wasserhahn. Erst die eine Hälfte. Und dann die andere. Fertig! Alle 6 Eier sind sauber.

Frau UseBuse trocknet die Eier ab. Von außen. Alle 6 Eier. Das kaputte Ei trocknet sie auch von innen ab. „Wie trockne ich die anderen Eier nur von innen ab?“, fragt sich Frau UseBuse, „durch das kleine Loch passt das Handtuch nicht.“ Und sie denkt nach. Sie denkt lange nach. Dann hat sie eine Idee. Eine gute Idee! „Ich lege die Eier einfach auf die Heizung“, denkt Frau UseBuse, „dann trocknen sie von ganz allein. Auch innen drin.“ Und das tut Frau UseBuse auch. Zuerst legt sie das Handtuch auf die Heizung. Dann legt sie die Eier auf die Heizung. Alle 5 Eier. Vorsichtig. Damit sie heil bleiben.

Und nun ist Frau UseBuse müde. Sehr müde. „Die Ostereier male ich morgen an“, denkt Frau UseBuse, „jetzt bin ich zu müde.“ Und bis morgen sind die Eier von innen trocken. Ganz sicher! Die Schüssel mit den ausgepusteten Eiern stellt sie in den Kühlschrank. Daraus macht sie morgen Rühreier. Das wird lecker! Und zum Essen lädt Frau UseBuse ihren Nachbarn ein. Den dicken Nachbarn. Der mag auch gerne Rühreier.

 

Frau UseBuse geht ins Badezimmer. Sie wäscht ihre Hände und putzt ihre Zähne. Dann zieht sie ihr Nachthemd an. Ihr buntes Frühlingsnachthemd. Sie geht ins Schlafzimmer und legt sich ins Bett. Ganz gemütlich kuschelt sie sich unter die Bettdecke. Dann schließt sie ihre Augen. „Ich freue mich schon aufs Ostereier anmalen“, will sie noch denken. Doch da ist sie schon eingeschlafen.


Aus dem Buch: Mit Frau UseBuse durch das Jahr - mit leuchtenden Augen :)